Schüleraustausch und die möglichen Probleme

Fast jeder Jugendliche träumt davon: Ein Schüleraustausch in ein fremdes Land und die vielen Herausforderungen, vor die die Jugendlichen gestellt werden. Das Auslandsjahr verspricht neue kulturelle Abenteuer und die Chance, internationale Freundschaften zu schließen. Doch es lauern Probleme und Stolperfallen. Wir beschreiben daher die wichtigsten Probleme, die auftreten können und zeigen Lösungswege auf. Damit der Schüleraustausch ein voller Erfolg wird!

Nummer 1: Sprachbarrieren

Wer träumt nicht davon, als Teenie für ein Jahr in die USA zu reisen? Doch was mache ich, wenn meine Sprachkenntnisse kaum für eine vernünftige Konversation ausreichen? Zuallererst: Learning by doing! Du kannst bereits in der Heimat ganz einfach neben dem Schulunterricht die neue Sprache erlernen. Dafür reicht meistens schon aus, Filme oder Serien in der gewünschten Landessprache zu schauen. Alternativ kannst du auch den Untertitel des Filmes einblenden lassen und so schon lange vor dem Auslandsjahr die Fremdsprache kennenlernen und vertiefen. Redewendungen und sprachliche Umgangsformen lassen sich so leicht erlernen. Zusätzlich kannst du natürlich auch neben dem Schulunterricht privaten Sprachunterricht nehmen und von einem Native Speaker die wichtigsten Vokabeln lernen. Doch eines solltest du auf jeden Fall tun: Sei mutig! Habe keine Angst vor einer schlechten Aussprache oder der falschen Vokabel. Keiner nimmt es dir übel, wenn du die Grammatik nicht hundertprozentig beherrscht. Die wichtigsten Vokabeln reichen am Anfang schon aus, damit du dich mit den neuen Gasteltern und den Gastgeschwistern unterhalten kannst. Der Rest kommt garantiert von selbst, wenn du jeden Tag mit deinen neuen Schulfreunden verbringst.

Nummer 2: Kulturschock

Du isst morgens immer das Gleiche zum Frühstück und kannst dich vielleicht nicht mit den neuen Essgewohnheiten deines Gastlandes anfreunden? Sei aufgeschlossen und probiere neue kulinarische Entdeckungen aus. Die Welt endet nicht bei Brötchen, Nutella und Brezel. Vielleicht entdeckst du auf diesem Wege neue Gerichte, die du dann in deiner Heimat kochen kannst. Ein Schüleraustausch dient ja auch dazu, neue Kulturen kennenzulernen. Sei neugierig und offen für die neue Kultur, auch wenn du dich anfangs vielleicht verloren fühlst. Das braucht in der Regel Zeit, aber mit Hilfe deiner Gastfamilie geht das schnell vorüber. Und nichts ist doch schöner, als den kulturellen Horizont zu erweitern, oder?

Nummer 3: Heimweh

Da freut man sich monatelang auf das neue Gastland und schon am ersten Abend in der Gastfamilie packt dich das Heimweh? Das ist ganz normal und darüber solltest du dich auch nicht schämen. Es ist völlig normal, in der ersten Zeit Heimweh zu haben. Nach einigen Tagen geht das aber vorüber und deine Gastfamilie hilft dir sicher auch dabei, dass sie dich vom Heimweh ablenken. Du wirst sehen, nach einer Weile wirst du dich in der neuen-fremden Heimat immer wohler fühlen und die Zeit in der Fremde einfach nur genießen. Und dank der modernen Technik kannst du deine Eltern jederzeit via Skype oder Facetime sehen. Tipp: Nimm etwas von zuhause mit, das dir ein Stück von deiner Heimat vermittelt.

Nummer 4: Die Finanzierung

So ein Auslandsjahr kann ganz schön ins Geld gehen und nicht jede Familie kann sich das leisten. Wenn du planst, ins Ausland zu gehen, sprich frühzeitig mit deinen Eltern, damit sie diesen Kostenpunkt einplanen können. Deine Eltern wollen dich natürlich unterstützen und möchten deine Bildungsmöglichkeiten erhöhen. Viele Austauschorganisationen bieten Finanzierungen an oder beraten deine Eltern dabei, wie du deinen Schüleraustauch ohne finanzielle Probleme genießen kannst. Und auch du kannst deinen Beitrag dazu leisten: Es gibt gerade in den Ferien tolle Schülerjobs oder Jobs für die Wochenenden. Informiere dich einfach unverbindlich beim Jobcenter in deiner Stadt. Zusätzlich gibt es zahlreiche Stipendien und das Bafög. Und wenn das Geld dieses Jahr knapp sein sollte, sei nicht enttäuscht. Im nächsten Jahr klappt es bestimmt!

Nummer 5: Krankheiten

Du weißt bereits, wo du dein Auslandsjahr verbringen möchtest, aber hast Bedenken wegen einer Krankheit, die du hast? Hab keine Angst, denn auch in deinem Gastland gibt es eine erstklassige medizinische Versorgung. Eine gute, seriöse Austauschorganisation  wird in der Regel auch wissen wollen, ob du eventuelle chronische Krankheiten hast, von denen auch deine Gastfamilie in Kenntnis gesetzt werden muss. Sei unbesorgt: keine Austauschagentur wird dich mit deinen Problemen alleine lassen. Auch im Gastland wird man sich fürsorglich um deine Krankheiten sorgen. Und falls du im Gastland krank wirst, gibt es auch dort eine sehr gute medizinische Versorgung. Wichtig ist nur, dass du über die Krankenkasse deiner Eltern auch im Ausland krankenversichert bist. Falls du zu diesem Thema weitere Fragen hast, hilft dir deine Austauschorganisation sicher weiter.

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